Raku

Im 16. Jahrhundert wurde in Japan für Keramik Teeschalen die bei der japanischen Teezeremonie verwendet wurden, eine spezielle Brenntechnik entwickelt: Raku.

Raku heißt wörtlich übersetzt: „Freude an der Muße“. Bei dieser Keramik Technik wird beim Glasurbrand die glühende Keramik bei ca. 1000 Grad Celsius mit einer Zange aus dem speziellen Raku-Ofen genommen.

Bunte Keramikperlen
Raku Keramik

Bunte Keramik Perlen Vielfalt

Rabenvogel - Abraxas aus Keramik
Raku Keramik, Skulptur Plastiken

Rabe Abraxas aus Keramik

Meine Tochter war zu Besuch und wir hatten einen schönen Abend mit vielen Erinnerungen. Anna liebte als Kind den Raben Abraxas aus „Die kleine Hexe“. Weil sie jetzt als Erzieherin arbeitet haben wir das Kinderbuch von Ottfried Preußler geholt, angeschaut und uns sehr an der Geschichte erfreut. In der Nacht besuchte mich dann Abraxas im Traum, er wollte gestaltet werden.

Nach kurzem Abkühlen an der Luft wird das Stück, die Keramik Figur oder Skulptur in einen mit Sägespänen gefüllten Behälter eingebettet. Beim Abkühlen an der Luft entsteht das so genannte Craquéle, ein Rißnetz in der Glasur. Während des Räucherns im Behälter lagert sich dann Kohlenstoff in den Rissen und unglasierten Teilen ein.Dies ergibt die für Rakukeramik charakteristischen Linien.

Raku Krakelle (Craquelle) – Oberflächen

Buchtipp zur Brenntechnik

Tim Andrews: Rakukeramik Buch und Video

Tim Andrews kommt auf den Punkt und erläutert sehr anschaulich die Brenntechnik. Reich an Bildern und aussagekräftigen Texten ist dieses Buch wirklich ein Genuss für Keramiker.

Aus der Raku Geschichte

Raku geht zurück auf den japanischen Töpfer Chijiro. Im Jahr 1580 war er allen Geschichtsforschungen nach der erste, der diese Form von Keramik produzierte. Es könnte aber auch sein, dass er diese Brenntechnik von seinem Vater Ameya, einem koreanischen Töpfer übernommen hat. Ameya übersiedelte nach Japan, lebte und arbeitete in Kyoto. Gehen wir aber davon aus, dass Chijiro der Erfinder von Raku ist. Er hat den Niedrigbrand entwickelt bei dem die Stücke bei voller Temperatur aus dem Feuer genommen werden und im Freien abkühlen.

Seine Arbeiten und auch die Brenntechnik wurden vom Publikum sehr gut aufgenommen, besonders die Anhänger der Teezeremonie schätzten seine Raku-Keramik Tassen und Kannen.