Vor und nach dem Keramikbrand

Als ich eines Morgens im Juni 2016 in mein Atelier (mein kleines Keramikstübchen) kam ist mir diese Gruppe von Gartenkeramik aufgefallen.

Gartenkeramik vor dem Keramikbrand

Gartenkeramik vor dem Keramikbrand

Gartenkeramik Figuren am Fenster - nach dem Keramikbrand

Gartenkeramik Figuren am Fenster – nach dem Keramikbrand

Frühsommer 2016 – Gartenkeramik entsteht. Beim Trocknen und fertig.

Ich hatte Tonfiguren einfach zum Trocknen ans Fenster gestellt und im hellen Licht am Vormittag gaben sie ein schönes Motiv. Zwei Harlekin und zwei Schwestern als Gartenstecker, dazu noch ein Ginkgo-Blatt und eine Keramik Büste mit einer Krone die als Pflanz-Gefäß gestaltet ist. Das musste ich einfach fotografieren.

Auf dem zweiten Foto sieht man dann die fertigen Arbeiten nach dem Keramikbrand. Es hat mich gereizt dieses Motiv nachstellen um zu zeigen, wie sich die Scherben verwandeln. Man sieht den Schwund. Beim Trocknen und Brennen werden die Tonfiguren für den Garten ca. 10% kleiner. Das Wasser entweicht dem Ton und der schrumpft beim Brand. Das will einkalkuliert werden.

Bei dem Ginkgo Blatt habe ich eine neue Glasur verwendet. Bislang hatte ich diese Blätter immer rot oder grau gemacht. In Blau wirkt das Blatt ganz anders und sieht im Garten zwischen grünen Pflanzen oder bunten Blüten sehr schön aus. Der Harlekin hat eine rote Maske. Sehr markant. In Beeten fällt er dadurch stark auf. Das ist aber die Lebensaufgabe eines Clowns. Auffallen. Und wollen wir das nicht alle?

Ich glaube schon. Ich glaube dazu, dass auch uns Brände im Leben ereilen und verändern. Jede Prüfung, jede Fügung, jeder Schicksalsschlag, jede Krankheit erhöhen die Temperatur unseres Lebens. Das härtet, trocknet aus, läßt uns vielleicht schrumpfen und verändert vielleicht unsere Oberfläche. Ich wünsche Ihnen und mir, dass wir mit einem Lächeln hineingehen. Ein Lächeln übersteht weit über 1000 Grad 🙂 , meine Gartenfiguren haben den Beweis erbracht, auch wenn die Lippen ein bisschen schmaler wurden.

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